Brandübungscontainer 2015

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In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Brandeinsätze am Einsatzaufkommen der Feuerwehren zurückgegangen. Das ist selbstverständlich eine gute Nachricht. Gleichzeitig wird es dadurch - gerade für die jungen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden - immer schwieriger, die erforderliche Einsatzerfahrung zu gewinnen. Persönliche Erfahrungen sind aber außerordentlich wichtig, um Fehlentscheidungen bis hin zu lebensgefährlichen Situationen zu vermeiden.

Der Freistaat Bayern hat hierfür einen feststoffbefeuerten Brandübungscontainer angeschafft, mit dem eine realitätsnahe Brandbekämpfung unter umluftunabhängigem Atemschutz geübt werden kann. Durch die Verwendung von Holz entsteht die für einen Zimmerbrand typische Hitze- und Rauchentwicklung. Die Trainingseinheiten vermitteln unter anderem, wie Brandverläufe erkannt und Gefahrensituationen richtig eingeschätzt werden können.

 

Ende Juli macht der Container Station im Landkreis Fürth (Atemschutzzentrale am Bauhof Oberasbach). Insgesamt acht Kameraden der Steiner Wehren (darunter zwei aus Deutenbach) hatten somit die seltene Möglichkeit, eine Heißausbildung zu geniesen, die Rauchdynamik kennenzulernen und die Bekämpfung einer Rauchdurchzündung praktisch zu üben.

 

Die folgenden Bilder wurden freundlicherweise von Jens Weinberger (FF Stein) zur Verfügung gestellt.

Nach einer theoretischen Unterweisung erfolgte erst einmal die "Kalt-Ausbildung", bei der der praktische Umgang mit dem Hohlstrahlrohr geübt wurde.

Kaltausbildung am Hohlstrahlrohr

Kaltausbildung am Hohlstrahlrohr

 

Danach ging es in den Container, in dem sich schnell eine dicke Rauchdecke bildete. Hier hatte jeder Teilnehmer die Gelegenheit, die "Nullsicht" im Rauch zu erleben und zwei mal den Roll-Over (Rauchdurchzündung) zu bekämpfen.

im Container, die Heißausbildung beginnt

 

Aufgrund der starken Rauchentwicklung im Container wurde von aufmerksamen Anwohnern sogar die Feuerwehr Oberasbach alarmiert. Dieses Missverständnis konnte schnell aufgeklärt werden!

die starke Rauchentwicklung führte zur Alarmierung der FF Oberasbach durch aufmerksame Anwohner

die starke Rauchentwicklung führte zur Alarmierung der FF Oberasbach durch aufmerksame Anwohner

 

Zum Abschluss wurde gemeinsam die Schutzausrüstung korrekt abgelegt, um die Verschleppung von Kontamination durch Brandrückstände zu vermeiden und der Flüssigkeitsverlust wurde ausgeglichen (durch die Hitze verliert man ca. 1,5-2 Liter Flüssigkeit).

Ablegen der Schutzausrüstung